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50 Cent feat. Mobb Deep
"Outta control (Remix)"


7L & Esoteric
"This is war"


Beastie Boys
"Triple trouble"


Brand Nubian
"Who wonna be a star"


De La Soul
"The grind date"


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"Make love fuck war"


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"The ride"


Olivia
"So sexy"


Roll Deep
"The avenue"


Sharkey
"Summer in the City"


Tony Yayo
"Curious"


 

50 Cent feat. Mobb Deep
"Outta control (Remix)"

Kann das wirklich gut gehen? Das Hardcore-HipHop-Duo Moob Deep aus den Straßen von Queensbridge, das mit seiner schaurig-melancholischen Murda Muzik und den Geschichten aus dem Ghetto Rap in den 90er Jahren maßgeblich prägte, und Candyshop-Besitzer sowie Vorzeige-Gorilla 50 Cent nicht nur auf einem Label, sondern auch auf dem gleichen Track? Eigentlich kaum vorstellbar. Aber grau ist bekanntlich alle Theorie - und so ist der Remix zu "Outta control", als Appetit-Happen für die Veröffentlichung der Sonderedition des aktuellen Fiddy-Albums "The massacre" gedacht, doch eine recht eindrucksvolle Angelegenheit. Das liegt aber auch an der gelungenen - wenn auch leicht monotonen - Produktion von Dr. Dre, die sich als ausgewogene Mischung aus Club und Straße entpuppt. Ein locker groovendes Drumset, ein kurzer abgehackter Piano-Loop und einige undefinierbare Synthie-Spielereien - fertig ist ein veritabler Hit. Der übrigens auch locker ohne das nuschelnde Kugelauffanglager funktioniert hätte. Wie es sich gehört, gibt es auf der Single neben der Clean- und der Explicit-Version selbstverständlich noch das Instrumental und das Acapella. Und wer weiß, vielleicht dient die Scheibe nicht nur als Werbe-Gimmick für 50 Cents Limited Edition, sondern kurbelt auch noch mal die Karriere von Prodigy und Havoc an, deren Motor in den vergangenen Jahren doch ein wenig ins Stottern geraten ist.

Christian





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Tony Yayo
"Curious"

"Ich gehe jede Wette ein, dass ,Curious' die nächste Singleauskopplung stellt. Hält jemand dagegen?" - diese Wette bot eine Kollegin der schreibenden Zunft in ihrer Rezension zu "Thoughts of a predicate felon", dem aktuellen Album des Ex-Knackis Tony Yayo, an. Da kann man nur hoffen, sie hat einen Teil ihres Zeilenhonorars investiert und sackt nun den Gewinn ein. Der dürfte allerdings nicht exorbitant groß sein - schließlich muss man nicht Nostradamus heißen, um voraussagen zu können, dass gerade diese Nummer früher oder später als Single erscheint. Denn "Curious" ist eine dieser seichten Rap'n'Bullshit-Schnulzen, wie sie gleich im Dutzend die Black Music-Charts verwässern. Wenn die ansonsten ach so hartgesottenen Ghetto-Thugs mal einen ihrer seltenen schwachen Momente haben, die Knarre sowie die schusssichere Weste beiseite legen und über die Liebe zu einer attraktiven Straßen-Schönheit rappen, kommt in der Regel genau so eine Nummer heraus. Die eingängige Hook, ohne die sowieso überhaupt nichts geht, schmachtet Joe ins Mikrofon, die schwachbrüstige Produktion mit dem melodischen Gitarren-Lick liefert Sam Sneed. Auch die von L.T. Moe produzierte B-Seite hat den einen oder anderen Schuss Weichspüler verabreicht bekommen. Hat sich der Gorilla auf "Curious" noch nahezu rührend um die Angebetete gekümmert ("Ma you don't need your face black and blue. You need diamonds from Jacob that's black and blue"), lässt er jetzt wieder ganz den Pimp raushängen: "They do what I say and obey all my wishes, wash all my clothes and clean dirty dishes." Ein klasse Typ, dieser Tony Yayo. Fazit: Rohstoffverschwendung.

Christian





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Interscope Records
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Roll Deep
"The avenue"

Manchmal wünschte ich mir, auf Platten wären ähnliche Hinweise angebracht wie auf Zigaretten-Packungen. Etwa in der Art: "Das Hören dieser Vinyl verursacht Trommelfellkrebs." Oder: "Das Hören dieser Vinyl fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu." Die Single "The avenue" von Roll Deep ist ein solcher Fall. Denn dann wäre ich wenigstens vorgewarnt gewesen und hätte mich nicht erschrocken gefragt, ob mein - noch dazu nur auf Zeit geliehener - Plattenspieler gerade seine letzte Umdrehung ins Nirwana angetreten hat. Okay, man könnte mir an dieser Stelle natürlich vorhalten, dass ich, bei etwas mehr Ahnung von der Materie, damit hätte rechnen müssen. Klar, nach einigen Google-Minuten weiß ich jetzt auch, dass die Jungs aus dem Osten Londons kommen (was auch den schrecklichen Akzent erklärt), dass es sich um die ehemalige Crew von Dizzee Rascal handelt und dass sich diese "Musik" Grime schimpft, ein Bastard aus allen möglichen und unmöglichen Stilrichtungen. Im Vereinigten Königreich war "The avenue" übrigens ein Sommerhit... Aber die Inselaffen sind sowieso nicht für ihren ausgeprägt guten Geschmack bekannt. Die von Wiley produzierte Nummer enthält ein 80er-Sample aus dem Song "Heartache avenue" von The Maisonettes. Gut, dass diese Info hinten auf der Plattenhülle steht, ist es doch bis fast zur Unkenntlichkeit gechoppt. "Thinking of you" beruhigt das geschundene Gehör dann auf Grund des swingenden Samples, bevor "While I'm ere" im Wiley-Remix wieder den perfekten Soundtrack für eine Dokumentation über ADS liefert. Fazit: nur für Fans. Und ich frage mich, ob man mit Vinyls auch Frisbee spielen kann...

Christian





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Olivia
"So sexy"

"The first lady of G-Unit" - ein Titel, den Olivia so schnell niemand wegnehmen kann, denn die 23-Jährige New Yorkerin ist tatsächlich das erste weibliche Wesen, das zu 50 Cents Jungs-Clique gehört. In Kürze erscheint ihr zweites Album "Behind closed doors", aus dem vorab "So sexy" ausgekoppelt wurde. Und wieder eine junge Frau, die sehr gut aussieht und mit ihren Reizen spielt, aber sicher nicht den Preis als beste Sängerin des Jahres gewinnt. Olivia passt in die Post-Destiny's child-Generation von Sängerinnen wie Chiara, Brooke Valentine oder Amerie. Sie ist nicht wie Alicia Keys, die mit ihrem Talent allein begeistert. Bei Olivia spielt die erotische Optik eine gewichtige Rolle, das war schon beim gemeinsamen Hit "Candy shop" zusammen mit 50 Cent ganz deutlich. Der Bezug zu Alicia Keys passt dennoch, denn vor fünf Jahren waren beide beim Label J Records unter Vertrag. Was mit Alicia Keys passierte, wissen wir. Olivia fühlte sich damals aber ein nicht zu ihr passendes Image gedrängt, ihr Debüt-Album und der kleinere Hit "Bizounce" hinterließen keinen bleibenden Eindruck. 2005 sieht das alles anders aus: Der neue Deal, mehrere Features bei Tracks von G-Unit-Mitgliedern und schließlich "Candy shop". "So sexy" mit seinem einschmeichelnden Beat und dem Janet Jackson-artigen Gesang schließt daran perfekt an. Vorliegende Promo-12" bietet auf beiden Seiten lediglich die Album, Instrumental und Acapella-Version. Auf dem Album erfährt die 23-Jährige dann die Unterstützung von 50, Lloyd Banks, Young Buck und Tony Yayo, und eine Zusammenarbeit mit Dr. Dre soll es ebenfalls geben.

Volker





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