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"Mixtape One"


DJ Olleck & DJ Frenetikk
"Absolute Giganten"


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Jubeko Records
"Memories Pt. 2"

"Memories" - ein geschwungener Schriftzug ziert das Cover der neuen Compilation aus dem Hause Jubeko Records. Gleich darüber ist ein Paar ausgelatschter Air Force 1s drapiert, das schon mehrere tausend Kilometer Berliner Asphalts unter den Sohlen gespürt haben muss. Doch die zweite Auflage des Samplers kramt überhaupt nicht in alten Erinnerungen, sondern spiegelt vielmehr einen Teil des aktuellen Rap-Geschehens in der Hauptstadt wider. Lediglich Geschichten-Gott und Messie Damion schwelgt in Relikten vergangener Tage, lässt von alten Spickzetteln für letztlich bestandene Abitur-Prüfungen über verknitterte Songskizzen bis hin zu vergilbten Flyern lebendige Bilder vor dem geistigen Auge entstehen - und sorgt so im Einklang mit dem melancholischen Klavier-Loop im Wortumdrehen mit dem Titelstück für den besten Song dieser Compilation. Auch Workaholic Prinz Porno zeigt selbstbewusst, was er kann, so dass "Weil ich kann, was ich kann" nicht nur im Original, sondern auch im Remix zur 100 Prozent überzeugt. "Bleib stark" proklamieren Smoke und Nico Suave, eine Forderung, der man auch wegen des ungemein souligen Beats gerne nachkommt. Ansonsten sind, von einigen wenigen Ausnahmen wie Snaga & Pillath, F.R., Separate und Franky Kubrick abgesehen, jede Menge Berliner Rapper wie die Creaturen der Nacht, Mad Maks, Pyranja, Rhymez & Prok oder die Diplomats... äääh... respektive High Society und Taichi zu hören - und das in durchaus variierender Qualität. Auf konstant hohem Niveau kommen dagegen die Beats daher, für die mal wieder Jubekos Haus- und Hof-Produzent Djorkaeff sowie Yanek verantwortlich waren. Mal warm und soulig mit gepitchten Vocal-Samples, mal eiskalt und treibend mit Gitarren-Riff - aber immer über dem Durchschnitt und mit einigen Hits im Gepäck. Wer davon nicht genug bekommt, kann sich freuen: Ende Januar erscheint bereits die dritte Auflage der "Memories"-Reihe.

Christian





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Jubeko Records
Soundcheck

DJ Olleck & DJ Frenetikk
"Absolute Giganten"

Ironie des Schicksals: Vor vier Wochen baute ich in mein Auto ein neues Radio ein. Für einen sauberen Senderempfang fehlt mir zwar der richtige Antennenadapter, dafür kann ich jetzt Mp3s hören. Endlich Schluss mit leiernden Tapes, die vorzugsweise im Sommer ihr Band in den Tiefen der Konsole verlieren. Es lebe der Fortschritt. Kaum hatte ich den Schraubenschlüssel aus der Hand gelegt, flatterte ein Mixtape in meinen Briefkasten. Prinzipiell cool, es lebe noch mehr die Oldschool! Zum zehnten Mal bereits bannte Mixtape-Veteran DJ Olleck (L-Bow Production) die besten aktuellen HipHop-Tracks im 90-Minuten-Mix auf Magnetband. Nach dem letzten Kollabo-Tape mit DJ Diplomat aus Köln hat er sich nun Nadel-Maniac DJ Frenetikk aus Hannover an seine Seite geholt. Die Trackauswahl beschränkt sich auf englischsprachigen Underground-Stuff. Vertreten sind die Tracks der vergangenen Monate von Buckshot, AZ, Dynas, Jean Grae, Little Brother, Boulevard Connection, Styles P, Common, Smif'n'Wessum, Medaphoar, Planet Asia oder R.A. the Rugged Man. Abgerundet wird das Ganze mit drei Exklusiv-Tracks deutscher Herkunft: Chillig feat. Skan, Drei'n'eim feat. Zucka und Chris Nerve nahmen das Mikro in die Hand. Allen, die einen Überblick über die neuesten Underground-Geschichten haben wollen, sei das Mixtape wärmstens empfohlen. Gute Trackauswahl, saubere Mixes und insgesamt einfach ein cooles Tape, das wohl in meinem Auto laufen würde, wenn ich es jetzt als CD hätte.

Alex





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Phatfunk Music
Künstler
Soundcheck

Plattenpapzt
"The blue tape"

Habemus tapem - Nach drei Produzenten-Alben reiht sich nun das "Blue tape" in die Reihe der Mixtapes ein. Die Rede ist vom Plattenpapzt, dem Garanten für eine gute Zeit im Club. Damit der Abend auch in den eigenen vier Wänden oder auf dem Weg zum Tanztempel ein Highlight wird, hat der Papzt exklusives Material mit tanzbaren Tracks aus den Staaten gemischt. An der Seite des "Rheinpiraten" tritt Ex-PX-Records-Artist Legz meist eher nervig als unterhaltsam als Host in Erscheinung und führt durchs Programm der CD. Neben 50 Cent, Mobb Deep, David Banner, Kanye West und Cassidy, die mit bekannter Alltagskost den Gehörgang penetrieren, sind es die Exclusives der deutschen Künstler, die das Tape interessant machen. Während Sido & Harris auf der YingYang'schen Flüsterwelle zu unterhalten wissen und man glücklicherweise nicht allzu viel von Harris versteht, zeigt Der Neue Westen eindrucksvoll, dass im Westen auch gefeiert werden kann. Sha-Karl und Plaetter Pi sind mit "Trink es aus" nicht mehr von der Theke wegzuholen und animieren zum Vollsuff. Die x-te Kollabo zwischen Olli Banjo und Jonesmann, "Lass sie brenn'", gibt es zwar schon auf etwa vier Releases, allerdings kann man von diesen beiden nicht genug kriegen. Fazit: Nette Mix-CD für Zwischendurch.

Ilke





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Vinyl Richie Entertainment
Künstler

Illvibe Recordings
"Mixtape Vol. III"

Dass es im Norden nicht nur Hamburg gibt, darauf machte Saddam Syed bereits Anfang 2000 aufmerksam. Nachdem die grandiose Platte "Klick, Klick, Klick...Peng" veröffentlicht wurde, war es allerdings etwas still geworden um die Truppe von Illvibe Recordings. Im vergangenen Jahr gab es dafür umso mehr. Neben Saddams "Euch geht's super", Laters "Zweimetercrazy" und SMOs "Kingsize EP" startete Labelgründer DJ Krak die "iLLVIBE Allstars"-Mixtapeserie, die mittlerweile beim dritten Teil "Willkommen in Hannover Stadt" angelangt ist. Hannover straight represent! Neben den erwähnten üblichen Verdächtigen liegt der Fokus allerdings speziell auf KC & Ümit (Gz4LIFE), Later One und Koma-Kind SMO, die allesamt in den nächsten Wochen und Monaten ihre Mixtapes veröffentlichen werden. Die Jungs verzichten dieses Mal auf Amibeats, sondern greifen ausnahmslos auf Produktionen von Spekbeatz zurück. Außerdem gibt es jede Menge kranker Lyrics. Während Saddam das Schwimmbad als öffentliches Klo missbraucht, schmeißt SMO Fleisch auf den Grill des Phaeton, um alle an der Seite vom goldenen Kind KC sowie Later in Hannover willkommen zu heißen. Neben "Worldwide dirt 2005" von Later gehören "Arschkind" vom Punchline-Gott und Rap-Propheten Saddam und "Es ist Sommer" vom ganzen Illvibe-Camp zu den herausragendsten Beiträgen der Mix-CD. Das soll nicht heißen, dass das restliche Material nicht hörbar ist, im Gegenteil. Ich habe selten konstant so gute Tracks gehört. Gerade auf SMO und Gz4LIFE kann man gespannt sein, und wem Laters Stimme sonst nicht zusagt, der sollte sich dieses Mixtape zu Gemüte führen. Es wird Zeit, dass sich Hannover wieder ein größeres Stück vom Kuchen holt.

Ilke





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Illvibe Recordings
         


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