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"Kanak Attack"
(Universal / Polymedia)

Rasant wie ein Schuß, knallhart wie ein Schlag, groovig wie ein guter Beat - dies ist die hochexplosive Mischung des Kanak Attack Soundtracks. Das verspricht der Promo-Beipackzettel der Plattenfirma zum Soundtrack eines deutschen Filmes, in dem Tyron Ricketts (Mellowbag, Ex-Wordcup-Moderator) wieder einmal sein Können auf der Leinwand unter Beweis stellen möchte. Die Platte bietet neben Rap und Raggae aus deutschen Landen auch eine Mischung aus bereits etablierten Künstlern und einigen Nachwuchs-Talenten. Mellowbag steuern mit "Day to day" (gleichsam die erste Single-Auskopplung) und "Youngblood" zwei sehr gelungene, nachdenklich und melancholisch klingende Stücke bei. Eine große Anzahl der Titel dürfte den eingefleischten HipHop-Heads bereits bekannt sein und schon bei ihnen in den Regalen stehen. Dazu zählen die Spezializtz mit "Wer kommt aus Tash", Spax feat. David Pe. mit "Supreme Superior", Nico Suave mit dem groovigen "Barkeeper", die Beginner feat. D-Flame mit dem Boombule-Remix von "Hammerhart", Dynamite Deluxe mit "Instinkt" und Das Bo mit "Nur der Zorn zählt". Samy Deluxe und Kollegen steuern gemeinsam mit ihrem neuen Ex- Frankfurter Anhängsel D-Flame mit "Immer mehr" einen neuen Titel bei, in dem es (oh Wunder...!) zur durchaus angenehmen Abwechslung mal nicht um "immer mehr" kiffen, sondern um Menschen, die immer mehr Geld zusammen raffen, geht. Die Rap-Fraktion wird ergänzt durch die Nachwuchs-Akteure Fraktion 2+ mit dem bouncenden "Chrome" und Selma, Female MC aus - wie könnte es anders sein - Eimsbüttel. Sie ist gleichzeitig das erste Signing auf dem neuen Chinchilla-Label von Motor Music. Für die Raggae-Vibes sorgt zum einen Shooting-Star Patrice mit einem sehr gelungenen Akustik-Remix von "Everyday good" und dem wunderschönen "You always you". Mit "Top of the city", das mit einem groovigen Bläsersatz überzeugt und ein wenig sommerliche Stimmung in die trüben Herbsttage bringt, rundet die elfköpfige Band Seed zum anderen das Raggae-Angebot ab. Die Zusammenstellung des Soundtracks Kanak Attack ist sicherlich gelungen, ein Großteil der Texte scheint sogar thematisch zum Film zu passen. Einen Minuspunkt gibt es allerdings für die Tatsache, daß das Album nur sechs wirklich neue Titel präsentiert, die noch nicht auf einer anderen Platte oder CD zu finden sind. Zudem leidet es auch ein wenig unter der üblichen Soundtrack-Krankheit: der Uneinheitlichkeit. Neben Rap und Raggae gibt es auch fünf türkische Lieder. Das mag zwar zum Film passen, der die Geschichte des jungen Ertan Ongun und seiner Clique erzählt, aber in Verbindung mit deutschem Rap und Raggae ist es doch gewöhnungsbedürftig. Fazit: Versprechen nicht ganz gehalten.

Christian
         


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