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Lord Scan - "Eigenbrötler mit Bombenstyle"

10.06.2007
Lord Scan, bring uns auf den nächsten Level!
Verrückter Tüftler und Multitalent, Genie und Asi… Bleib dir selbst treu!

Curse (2000)

Er ist's - one of Germany's most underrated, der 1999 mit dem Mindener Klan als Ultimate Chief Rocker alles andere als nur "Katzengold" in Umlauf brachte. Es folgten Produktionen für La Familia, DCS, Brixx, Brooke Russell und "Koseng" Curse. 2000 machte der damalige Lord der Porta Westfalica seinen "Wahnsinn" dann unüberhörbar publik mit dem Klan-Album "Flashpunks". Die Heads waren seinerzeit - und sind es noch - im doppelten Sinne gespalten. Die einen schätzten Scans musikalische Eigenart, andere fühlten sich von seiner Unangepasstheit jäh vor den Kopf gestoßen. Doch während der außergewöhnliche Style des Klans noch diskutiert wurde, war derselbe schon gar nicht mehr existent. Anstelle des Kollektivs von der Weser trat ein sechs Jahre andauerndes Schweigen, währenddessen lediglich Lord Scans einstige Klan-Kompagnons Italo Reno und Germany besonders an der Seite von Curse weiterhin zu sehen und hören waren. Erst vergangenes Jahr sollte das Schweigen zur allgemeinen Überraschung vom Lord himself gebrochen werden.

Mit seinem Soloalbum "Ich bins" räumte der Produzent, Rapper und Writer nicht nur mit dem Split des Klans auf, sondern stellte außerdem einmal mehr klar, dass sein Style hierzulande seinesgleichen sucht. In punkto Flow- und Produktionsqualität hat sich in der hiesigen HipHop-Landschaft zwar zweifelsohne einiges getan. Vergleichsweise wenig entwickelt haben sich unterdessen eigene Stile und neue Ideen - nicht so bei Lord Scan. Da sind sich auch die Ikonen von Kool Savas über Curse bis Dendemann einig: Der Scanner hat stets sein eigenes Ding gemacht, ohne auf der Stelle zu treten, seinem 99er Motto getreu: "Ich werde, wie ich werden will, und bleibe, was ich bin" ("Ultimate Chief Rockers Remix").

Aller Kreativität zum Trotz ist dem Wahl-Münsteraner bisher jeglicher Hype verwehrt geblieben. Seine Machart scheint in deutschen Gefilden tatsächlich "nicht ansatzweise geeignet für die Serienproduktion" zu sein ("Wählt Lord Scan!"). Ein Grund mehr für ein lange überfälliges und entsprechend ausführliches Interview - angefangen beim Mindener Klan über Professor Zweistein und Ludacris bis zu Battle-Rap, Edutainment und vielem mehr!

Im folgenden ersten Teil gibt Lord Scan sowohl Einblicke in die frühen HipHop-Tage der 80.000-Seelenstadt Minden als auch in sein Seelenleben; er erinnert sich an seinen ersten Kontakt zu Curse sowie an hawaiische Holzrose und schildert im Detail, wieso und warum Der Klan nicht mehr fortbestehen konnte…

Im zweiten Teil erfährt man, wieso dem Lord jeglicher Hype verwehrt bleibt und was der Scanner an Nore, The Clipse, aber auch an Krautrock zu schätzen weiß; lest von der Läuterung des Lords und von seinem Bezug zur Wissenschaft und Kunst und vieles mehr!


Text und Interview: Philipp Killmann


Interview
> Teil I <
Interview
> Teil II <



Reviews


Lord Scan: "Ich bins"


Der Klan: "Flashpunks"

Weitere Informationen

Lord-Scan-Homepage
Lord Scan@Myspace
  


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